Choir Boy

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Di 08.02.2022 | 21:00 Uhr | Hamburg | Uebel & Gefährlich (Turmzimmer)
Tickets

— Verschoben vom 28.05.2020. Breits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit. —

Neben den Ersatzterminen für die im Mai 2020 geplanten Shows in Hamburg, Berlin und Oberhausen kündigt die Alternative Pop-Band Choir Boy zusätzlich zwei Shows in Jena und Darmstadt für den Februar 2022 an. Dabei ist das Quartett aus Salt Lake City/Utah am 08.02.2022 im Turmzimmer in Hamburg live zu erleben sein. Breits gekaufte Tickets behalten für den Ersatztermin ihre Gültigkeit.

Vier Jahre lang hatte die Musikwelt nichts mehr von Choir Boy aus Salt Lake City gehört. Dann kam die Band im Mai 2020 endlich mit ihrem neuen Album “Gathering Swans” (Dais Records/Cargo) zurück, musste aber alle folgenden Tournee-Aktivitäten aufgrund der Pandemie-bedingten Maßnahmen verschieben. Jetzt hat das Quartett aus Salt Lake City/Utah endlich die Möglichkeit, wieder aufzutreten und “Gathering Swans“ live vorzustellen. Ein Album, das den unverwechselbaren Sound der Musiker weiter ausbaut. Hier trifft pure Nostalgie auf verträumten Indie-Pop, der nicht mehr aus dem Kopf geht. Mit „Gathering Swans“ ist Choir Boy ein Album voller Herzschmerz und zärtlichen, aber auch düsteren Melodien gelungen. Schon die erste Single „Complainer“ gab einen guten Vorgeschmack: „Oh my life, what a pitiful thing to hear…But it’s not that bad…I’m just a complainer“, singt Frontmann Adam Klopp in dem Song. Er scheint in Selbstmitleid versunken zu sein, doch im dazugehörigen Video kämpft er in Eisenketten um seine Freiheit. Eine Metapher dafür, dass man sein Leben selbst in die Hand nehmen kann und sich von den schlechten Dingen befreien kann. Natürlich darf in dem Clip auch die Nostalgie nicht fehlen: So ist das Video in VHS-Ästhetik gehalten und könnte auch in den 80er-Jahren gedreht worden sein. So ähnlich sieht es auch die Website Medienkonverter.de: “Diese Band hat die 80er eingeatmet und haucht sie nun sanft, voller Liebe und ohne Alterserscheinungen wieder aus. Jeder Moment wirkt wie eine dieser schrecklich überzuckerten, amerikanischen Hochzeitstorten: Man denkt beim Erstkontakt „Oh Gott“, jedoch, wenn man kostet, ist das Ergebnis zwar tatsächlich sehr süßlich, aber dennoch umwerfend.”

Ursprünglich begannen Choir Boy nur als Soloprojekt des Sängers Adam Klopp, für das er sich immer mal wieder verschiedene Musiker an Bord holte. Doch seit einigen Jahren ist das Line-Up der Band mit dem Bassisten Chaz Costello, dem Gitarristen Michael Paulsen und dem Saxophonisten und Keyboarder Jeff Kleinman komplett. Ihr Debütalbum “Passive With Desire“ veröffentlichten die vier Jungs 2016. Mehrere Touren folgten, unter anderem als Support von gefeierten Indie-Acts wie Snail Mail oder Cold Cave. Nachdem Choir Boy ihre erste Platte zu genüge auf die Bühne gebracht hatten, begannen sie, an neuem Material zu arbeiten. Dafür ließen sie sich ausreichend Zeit, um sicher zu stellen, dass das neue Album ein würdiger Nachfolger für “Passive With Desire“ wird. Und das ist es auch geworden! Der charakteristische chorale Pop-Sound der vier Jungs vermischt sich mit eingängigen Melodien, die oftmals schrill und kreativ, aber trotzdem poppig sind. Auch wenn auf “Gathering Swans“ ein melancholischer und teilweise schmerzlichen Unterton mitschwingt, überträgt sich am Ende des Albums ein Funken Hoffnung auf den Hörer. Denn irgendwie schafft man es doch immer, sich aus seinen Ketten zu befreien, oder?

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